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werkgrünWeserbergviertel

Berlin-Zehlendorf · 14163 · 1550 m in der Straßenliste

Quermatenweg

Der Quermatenweg ist deutlich älter und länger als die fünf Nord-Süd-Straßen. Die Straßenliste nennt 1550 Meter und den Verlauf zwischen Fischerhüttenstraße und Onkel-Tom-Straße. Nur der Abschnitt am Weserbergviertel liegt im Kartenausschnitt dieses Portals.

Herkunft des Namens

Im Namen steckt Maten, eine alte Flurbezeichnung für abgemähte Wiesen. Der Weg führte quer durch diese Flächen. Ein erster Abschnitt wurde am 14. September 1927 benannt, der verbliebene Teil am 13. Juli 1934 einbezogen.

Entstehung

Die Straße 311 wurde 1913 von der Sommerfeld AG angelegt. Damit reicht die planerische Entstehung weiter zurück als die Benennung der Berglandwege von 1934. Der Quermatenweg ist in der Wärmestudie eine der öffentlichen Straßen, die das Untersuchungsgebiet begrenzen, nicht eine der vier inneren Privatstraßen.

Veränderungen

Für die lange Straße sind mehrere Schichten belegt, die nicht alle im Weserbergviertel liegen. Ein lokaler Bericht beschreibt, dass die Gagfah 1935 Gelände zwischen Quermatenweg, Wasserkäfersteig und Argentinischer Allee erworben habe. Zwei Jahre später sei entschieden worden, dort Wohnungen für Angehörige der damaligen SS-Hauptämter zu errichten; geplant habe Hans Gerlach, den Freiraum Ernst Somborn. Gebaut worden sei von 1938 bis 1940, mit etwa 600 Wohnungen in mehr als 300 Häusern. Nach dem Krieg seien die Häuser bevorzugt Verfolgten, Menschen aus dem Widerstand und Geflüchteten zugewiesen worden. Seit 1992 stehe die Waldsiedlung Krumme Lanke unter Denkmalschutz. Dieser Komplex liegt nach derselben Darstellung nicht auf den kurzen Privatwegen Hilssteig, Süntelsteig, Eggepfad und Deisterpfad. Die Grundstücksgrenzen wurden für dieses Portal nicht neu im Kataster geprüft.

Heute

Im OpenStreetMap-Ausschnitt vom 2. November 2026 ist der hier sichtbare Quermatenweg eine asphaltierte Wohnstraße mit Tempo 30, ohne die Privatstraßen-Kennzeichnung der vier inneren Wege. Die erfassten Hausnummern in diesem Ausschnitt laufen von 130 bis 192 in Zweierschritten. Das ist ausdrücklich nur der Abschnitt neben dem Viertel, nicht die gesamte 1550-Meter-Straße. Niedrigere Nummern, darunter die anderweitig genannte Villa, liegen außerhalb dieses Rahmens.

Merkmale

Dieselbe lokale Darstellung nennt die Villa Quermatenweg 2–4, 1913 von Ludwig Mies van der Rohe für den Diplomingenieur Ernst Werner errichtet, samt Garten auf der Denkmalliste, heute genutzt vom Heilpädagogischen Therapeutikum der Parzival-Schule. Weil die Hausnummer 2 weit außerhalb der Nummern 130–192 liegt, wird die Villa auf der schematischen Karte des Viertels nicht eingezeichnet. Ihre genaue Lage wurde hier nicht gegen das Liegenschaftskataster geprüft. Am Quermatenweg 178 verzeichnet OpenStreetMap den Hinweis auf eine Gedenktafel für Ingeborg Drewitz; der Tafeltext selbst wurde nicht eingesehen.

Was offen bleibt

Geschichte, die den ganzen Quermatenweg betrifft, darf nicht auf Hilssteig, Süntelsteig, Deisterpfad, Eggepfad oder Ithweg übertragen werden. Die Waldsiedlung und die Mies-Villa sind über einen journalistischen Straßenabriss belegt und hier als solche gekennzeichnet, nicht als selbst geprüfter Archivfund.

Quellen

Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Zehlendorf, Wikipedia, abgerufen am 2. November 2026. OpenStreetMap-Daten, Lizenz ODbL, Abruf am 2. November 2026, einschließlich Gebäudeumringen mit der Quellenangabe „Geoportal Berlin / Hausumringe“. Machbarkeitsstudie „Errichtung eines kalten Nahwärmenetzes in der Weserberglandsiedlung“, veröffentlicht über kliq-berlin.de, PDF-Stand im Dateipfad Januar 2026, abgerufen am 2. November 2026. Ergänzende Einordnung des Quermatenwegs: StadtrandNachrichten, „StraßenABC: Q wie Quermatenweg“, abgerufen am 2. November 2026. Diese Darstellung ist journalistisch, kein Archivfund. Hausnummernbereich Deisterpfad 1–41 zusätzlich im Kauperts-Verzeichniseintrag genannt, abgerufen am 2. November 2026. Die einzelnen Kauperts-Artikel der übrigen Straßen konnten in dieser Sitzung nicht vollständig geladen werden.

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